Pavillon Rouge du Château Margaux 2010, AOP Margaux

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Der Wein:
Pavillon Rouge du Château Margaux 2010, AOP Margaux

 

Die Produktion eines Zweitweines ist kein Phänomen der Neuzeit, sondern geht schätzungsweise bis ins 17. Jahrhundert zurück. Seitdem André Mentzelopoulos das Château Margaux führte, war die Produktion des Zweitweines obligatorisch. Denn damit konnte die Selektion für den Erstwein verbessert werden und das typische Geschmacksprofil eines Weins des Château Margaux, dank der günstigeren Preise, einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.

Ab Mitte der 90er begann das Château Margaux sogar einen Drittwein zu produzieren und damit auch die Selektionskriterien, auch für den Zweitwein Pavillon Rouge, nochmals zu straffen. Damit erfolgte eine deutliche Aufwertung. Seit geraumer Zeit wird jeweils etwa 1/3 der Ernste für den Erst- und den Zweitwein (Pavillon Rouge) verwendet.

Der Geschmack des Zweitweines Pavillon Rouge soll Lust auf den Erstwein des Château Margaux machen. Daher ähnelt sich die Stilistik bei einer dennoch gegebenen deutlichen Unterscheidbarkeit. Auch ist der Pavillon Rouge in der Regel etwas eher trinkreif und genußfertig. 

Im Jahr 2010 herrschten insgesamt gesehen hervorragende Wetterbedingungen, die reifes und gesundes Lesegut hervorbrachten. Als Besonderheit dieses Jahres verweist das Château Margaux darauf, dass die Ernte für den Erst- und den Zweitwein etwas gleich groß gewesen ist. Damit ist es eigentlich eher eine andere Zusammensetzung des Erstweins, als ein reiner Zweitwein. Die Ähnlichkeit der beiden Weine ist in diesem Jahrgang besonders ausgeprägt.

Die Cuvée des Jahrgangs 2010 besteht aus:

  • 66 % Cabernet Sauvignon
  • 30 % Merlot
  • 4 % Petit Verdot

Das Weingut Château Margaux empfiehlt eine Trinktemperatur von 18 - 19 Grad Celsius, da bei wärmeren Temperaturen uns insbesondere bei jüngeren Weinen ansonsten die feinen und delikaten Fruchtaromen vom Alkohol überlagert werden. Sollte die Temperatur zu kalt sein, dann werden in aller Regel die Aromen im Wein zurückgehalten und die Automatik wirkt dumpfer. 

Aber gerade bei diesem Wein lohnt es sich die komplexen Feinheiten in vollen Zügen zu genießen.

 

Das Weingut:
Château Margaux

 

Die weitreichende Geschichte des Château Margaux zeugt von einer beeindruckenden Historie. Bereits im 18. Jahrhundert begeisterte das Château Margaux mit seinen Weinen herausragende Persönlichkeiten wie den englischen Premierminister Sir Robert Walpole oder einen der Gründerväter Amerikas, Thomas Jefferson.

In der bekannten Bordeaux Klassifikation von 1855 war das Château Margaux das einzige Weingut, welches die höchstmögliche Bewertung (20/20) von den verkostenden Juroren erhielt und sich damit bis zum heutigen Tag als Premier Cru etablierte. 

Ein weiteres Raunen ging durch die Weinwelt, als der griechische Unternehmer André Mentzelopoulos im Jahr 1977 das Weingut erwarb. Doch André Mentzelopoulos hatte eine klare Vision von der Ausrichtung des Weingutes und legte, allen Skeptikern zum Trotz, mit viel Arbeit und beträchtlichen finanziellen Mitteln den Grundstein für die herausragende Qualität dieses Premier Crus und brachte es zurück an die Spitze. 

Kurz nach seinem Tod (1980) hat seine Tochter, Corinne Mentzelopoulos, die Geschicke des Château Margaux unter ihre Fittiche genommen und den eingeschlagenen Weg und das Bestreben nach Qualität fortgeführt. Noch heute ist sie für das Weingut verantwortlich und erhält dabei bereits Unterstützung von der nächsten Generation.

Das Château Margaux arbeitet im Weinberg schon seit 1986 mit einer konsequenten Ertragsreduzierung zur Optimierung der späteren Lesequalität. Darüber hinaus legt es Wert auf eine hohe Pflanzdichte. Die Lese wird per Hand durchgeführt. Im Anschluss werden die gelesenen Beeren nochmals von Spezialisten auf ihre Qualität überprüft. Nach der Vergärung findet in der Regel eine „spontane“ malolaktische Gärung statt. Der Ausbau erfolgt in der Regel über 18 bis 26 Monate in eigens hergestellten und zugekauften Holzfässern. 

Neben dem Erstwein, dem Grand Vin „Château Margaux“, produziert das Weingut noch den Zweitwein namens Pavillon Rouge (sowie den Weißwein Pavillon Blanc) und auch einen Drittwein namens Margaux du Château Margaux.

 

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